Mit der 7. MaRisk-Novelle hat die Umsetzung der ESG-Regeln in den Instituten massiv an Fahrt aufgenommen. Die EZB wird nicht müde, ihre Erwartungen in Bezug auf das Management von Umwelt- und Klimarisiken mit Nachdruck in Erinnerung zu rufen und die EBA arbeitet gewissenhaft ihre Sustainable Finance Roadmap ab. Daneben bringt die CRD VI weitere Neuerungen in Bezug auf die in Instituten zu berücksichtigenden Transitionspläne. Wie können die teilweise sehr detaillierten Vorgaben pragmatisch und regelkonform in der Praxis umgesetzt werden? Erste Erfahrungen liegen aus Aufsichtsgesprächen und bankgeschäftlichen Fokusprüfungen bereits vor.
Der Sammelband fasst die Erfahrungen der Aufseher und Bankpraktiker bei der Umsetzung von Sustainable Finance zusammen. Das Werk kommt für diejenigen, die sich der ESG-Gesetzgebung und Anwendung entsprechender Leitlinien widmen, genau zur richtigen Zeit. Die hochaktuellen Beiträge, die teilweise Feststellungen aus 44er-Prüfungen aufgreifen, bieten aus Praktiker- und Aufsichtsperspektive Orientierung für die wichtigsten Herausforderungen im ESG-Risikomanagement: die ESG-Risikoinventur, Würdigung von ESG-Risiken in Geschäftsstrategie und Kreditvergabe/-überwachung, Fallstricke im Zusammenhang mit ESG-Ratings, Integration von ESG-Risiken in ICAAP und Stresstesting.
Entgegen dem in letzter Zeit in der Öffentlichkeit fälschlicherweise entstandenen Eindruck ist „Sustainable Finance“ alles andere als irrelevant geworden. Im Gegenteil, die Institute entdecken zunehmend Chancen für sich und die Aufsicht integriert mittlerweile ESG-Themen standardmäßig in ihre Prüfungs- und Aufsichtsaktivitäten.