Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung - und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper.
In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. Zeitgeschichtliche Rückblicke sowie Beiträge zu Medien, Kunst und Körper vervollständigen das Panorama. So entsteht ein vielstimmiger Band, der nicht verkürzt, sondern differenziert und gerade dadurch eine tiefere Einsicht in professionelle, politische und private Erfahrungen mit geschlechtlicher Variation ermöglicht.
Der Band ist Annette Güldenring gewidmet, die sich seit Jahrzehnten an der Schnittstelle von klinischer Praxis, Forschung und Engagement für eine menschenwürdige Versorgung und für geschlechtliche Vielfalt einsetzt.
Mit Beiträgen von Angelika Eck, Johannes Fuß, Annette Güldenring, Janka Kluge, Susanne Krege, Richard Kühl, Phil C. Langer, Richard Lemke, Lilly Mahler, Anna Katharina Mangold, Götz Mundle, Timo Nieder, Niclas O'Donnokoé, Friedemann Pfäfflin, Wilhelm F. Preuss, Udo Rauchfleisch, Gunter Schmidt, Katinka Schweizer, Wolfgang Senf, Mick van Trotzenburg, Lucie Veith und Paula-Irene Villa