Der vorliegende Band der Schriften zur Verkehrswissenschaft widmet sich den Anthropographien – den vielfältigen Beschreibungen, Schematisierungen und bildhaften Darstellungen des Menschen. Im Zentrum steht die Frage, welche Denkformen in diesen Darstellungsweisen jeweils Gestalt annehmen, wie diese auf das Denken zurückwirken und welche Folgen es hat, wenn der Mensch sich in seinem Streben nach Selbstinszenierung und Selbsterforschung reflexiv zum Thema macht.Besonders hervorgehoben wird der technische, graphische Aspekt der Darstellung, sichtbar in den Praktiken des Schreibens, Zeichnens, Rechnens, der Diagrammatik und der Registrierung. Zeichen wie Buchstaben, Ziffern oder Linien werden ein- oder mehrfarbig in Flächen gesetzt, gereiht oder komponiert, sodass darin »etwas anderes« sichtbar wird. Von den figürlichen Darstellungen der Vor- und Frühgeschichte über klassische Drucktechniken bis hin zu modernen bildgebenden Verfahren elektronischer Art eröffnen sich jeweils spezifische Formen der Präsentation, die ohne diese Mittel undenkbar wären. Es ist ein exklusives Kennzeichen des Menschen, sich auf diese Weise in seinen eigenen Werken auszudrücken.
Die Beiträge stammen von Peter Berz, Friedrich von Borries, Micha Brendel, Julia Gaisbacher, Guerra Vantzetti, Sebastian Hackenschmidt, Sam Jacob, Elke Krystufek, Klara Löffler, Sabine Mainberger, Michaela Ott, Wolfert von Rahden, Bruno Reudenbach, August Ruhs, Elisabeth von Samsonow, Walter Seitter, Monika Wagner, Manfred Wolff-Plottegg und Meinrad Ziegler.