Für sein internationales humanistisches Engagement im Geiste von Erich Fromm sowie für seine Anwendung Frommscher Erkenntnisse auf Fragen verantwortungsvoller Führung zeichnet die Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft
Prof. Dr. Klaus M. Leisinger
mit dem Erich Fromm-Preis 2026 aus.
In seinem Buch Die Kunst der verantwortungsvollen Führung entwarf Klaus Leisinger eine Ethik für Führungskräfte im Geiste Erich Fromms und liefert damit eine Grundlage, um Fromms Denken für die Führung in Unternehmen und Organisationen fruchtbar zu machen. Bereits als Geschäftsführer der Novartis-Stiftung setzte er sich zudem aktiv für eine bessere und gerechtere Welt ein. Er bekämpfte mit ihr und dann mit seiner eigenen «Stiftung Globale Werte Allianz» weltweit Armut und Krankheit. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz für mehr Gerechtigkeit in der globalisierten Welt hat er starke Zeichen gesetzt.
Sein Wirken steht in der humanistischen Tradition von Erich Fromm. Dieser schrieb in Haben oder Sein (1976): «Wandel im ‹Herzen› des Menschen ist jedoch nur in dem Maße möglich, in dem drastische ökonomische und soziale Veränderungen eintreten, die ihm die Chance geben, sich zu wandeln, und den Mut und die Vorstellung, die er braucht, um diese Veränderung zu erreichen.» Klaus Leisinger teilt Fromms Hoffnung, dass es Alternativen zu jenen Lebensweisen und Führungsentscheidungen gibt, die, wenn sie nicht geändert werden, unaufhaltsam in die globale ökologische und soziale Katastrophe führen werden. Mit Fromm wendet er sich deshalb an Menschen in Führungspositionen, um über eine humanistisch orientierte und verantwortungsvolle Führungskultur diese Alternativen zu entwickeln und umzusetzen.