Vom 10. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 präsentierte der Frankfurter Kunstverein in Kooperation mit dem Senckenberg Naturmuseum Frankfurt die Ausstellung „Trees of Life – Erzählungen für einen beschädigten Planeten“, ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt, das den Blick von einem historisch gewachsenen, anthropozentrischen Weltbild auf ein systemisches Verständnis des Menschen als Teil des evolutionären Prozesses lenkte.
Eingeladen wurden die KünstlerInnen Sonja Bäumel (Österreich, lebt und arbeitet in Amsterdam), Edgar Honetschläger (Österreich, lebt und arbeitet in Wien, Rom und Tokyo), Dominique Koch (Schweiz, lebt und arbeitet in Basel und Paris) sowie das Künstlerkollektiv Studio Drift (Niederlande, lebt und arbeitet in Amsterdam). Jedem/r TeilnehmerIn war ein eigener Ausstellungsraum gewidmet. Kunstwerke und Exponate aus der Sammlung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung standen in räumlicher Gegenüberstellung. Die Annahme, dass Kunst und Wissenschaft gemeinsam die Fähigkeit besitzen, erweiterte Formen des Wissens erlebbar zu machen, hatte die Ausstellungsidee hervorgebracht.
Die Ausstellung bespielte die gesamte Fläche des Frankfurter Kunstvereins. Kuratiert wurde die Schau von Franziska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins, in Zusammenarbeit mit Philipe Havlik aus dem Stab Zentrale Museumsentwicklung bei Senckenberg. Zahlreiche Senckenberg-ForscherInnen trugen mit ihrer naturwissenschaftlichen Expertise zum Kooperationsprojekt bei. Die Ausstellung entstand nach mehrjährigen Gesprächen zwischen Volker Mosbrugger, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, und Franziska Nori. Immer wieder stand die Frage im Raum, wie man faktisches Wissen aus der Dimension numerischer Abstraktion in eine empfundene Wirklichkeit übersetzen kann.