In Bad Kissingen existierte bis zu ihrer Zerstörung in der NS-Zeit eine
der bedeutendsten und größten jüdischen Gemeinden in Bayern.
Deren Entwicklung wurde maßgeblich durch die berühmten Heilquellen
bestimmt, die zahlreiche jüdische Kurgäste aus dem
In- und Ausland anzogen. Es entstanden neben der eindrucksvollen
Neuen Synagoge eine Vielzahl jüdischer Hotels, Restaurants,
Sanatorien, Pensionen, Arztpraxen und Geschäfte. Überregionale
Bedeutung erlangten das Israelitische Kurhospiz und die Israelitische
Kinderheilstätte.
Das Buch liefert einen Überblick über die Geschichte jüdischen
Kurlebens von den Anfängen bis in die Gegenwart, stellt die wichtigsten
jüdischen Kureinrichtungen und Hotels vor und verfolgt
die biografischen Spuren von deren Besitzern und Angestellten.
Breiten Raum nehmen die Biografien bekannter und weniger
bekannter jüdischer Kurgäste ein, unter denen Albertine Mendelssohn-
Bartholdy, Giacomo Meyerbeer, Max Liebermann, Paul
Heyse, die Familie Pringsheim, James Simon, Alfred Döblin, Leo
Fall, Fritzi Massary und Oscar Straus herausragen.
Zum Autor
Hans-Jürgen Beck wurde 1962 in Leverkusen geboren, studierte
in Würzburg und Freiburg Theologie und Germanistik und war
viele Jahre lang als Lehrer am Jack-Steinberger-Gymnasium in
Bad Kissingen tätig. Er veröffentlichte verschiedene Artikel und
Bücher zum jüdischen Leben in Bad Kissingen und war lange Zeit
für die Programmgestaltung der Jüdischen Kulturtage Bad Kissingen
verantwortlich.