Anlässlich der 80. Wiederkehr des 1945 zu Ende gegangenen Zweiten Weltkriegs machten sich Maryam Mohammadi und Joachim Hainzl auf zu 48 Orten in der ganzen Steiermark, 11 Grazer Bezirken und sogar ins slowenische Gornja Radgona. Sie suchten Kriegerdenkmäler, Gedenkstätten, Mahnmale und Siegeszeichen auf, errichtet im Gedenken an einstige Bewohner, welche im Ersten und Zweiten Weltkrieg getötet oder vermisst wurden. Manchmal gedenken sie auch Opfern des Nationalsozialismus oder sind Erinnerungszeichen für Soldaten (wie Kriegsgefangene, Hingerichtete, Alliierte). Durch künstlerische Interventionen setzten Mohammadi und Hainzl diese Gedenkorte in Beziehung mit persönlichen Zitaten aus Feldpostbriefen von drei im Zweiten Weltkrieg gefallenen österreichischen Wehrmachtssoldaten, aus deren Briefen keinerlei Wunsch nach Heldentum spricht, sondern vielmehr jener nach Frieden und einem glücklichen Alltagsleben. Ergänzend dazu wurden mit 10 Vertreter:innen der örtlichen Zivilgesellschaft (wie Lokalpolitiker:innen, Vertreter:innen des ÖKB, Künstler:innen und Initiator:innen von Gedenkinitiativen) Gespräche geführt, die zum Nachdenken anregen und betroffen machen: wie betreffen uns diese Kriegsereignisse, was haben diese Denkmäler mit unseren Idealen zu tun und wofür lohnt es sich heute zu kämpfen?