Mit „Lesenlernen. Über moderne Literatur und das Menschenrecht auf Poesie“ (Hanser Verlag 2006) und seinem vielbeachteten Essay „Wolkendienst. Figuren des Flüchtigen“ (S. Fischer Verlag 2016), der auf der Shortlist des Deutschen Sachbuchpreises stand, gehört Klaus Reichert zu den profiliertesten Stimmen der deutschen Essayistik.
In „I welcome whatever happens next. Erinnerungen an John Cage“ widmet er sich nun einer der prägenden Beziehungen seines Lebens: dem US-amerikanischen Komponisten John Cage. Aus jahrzehntelanger Zusammenarbeit, Gesprächen und gemeinsamen Projekten entsteht kein klassisches Künstlerporträt, sondern ein vielschichtiges Gefüge aus Erinnerungen, Beobachtungen und Reflexionen.
Reichert zeichnet das Bild eines radikalen Denkers, dessen Werk die Musik des 20. Jahrhunderts nachhaltig verändert hat – und öffnet zugleich einen Zugang zu zentralen Fragen von Klang, Sprache und Wahrnehmung. Themen wie Zufall, Stille und das Hören als ästhetische Praxis werden ebenso anschaulich wie die enge Verbindung zu literarischen Projekten, insbesondere zu James Joyce und Finnegans Wake.
Ein hochkarätiger Essayband an der Schnittstelle von Musik, Literatur und Philosophie – und zugleich ein sorgfältig gestaltetes Buchobjekt: Neben der hochwertigen Hardcover-Ausgabe mit ausgewählten Materialien unterstreicht auch das Paperback die besondere physische Präsenz des Titels. Für Leser:innen von anspruchsvoller Sachliteratur ebenso wie für ein musikaffines Publikum. Besonders geeignet für die Platzierung in den Bereichen Essayistik, Kulturtheorie und Musik.