Vorwort des Herausgebers
Einleitung
I. Ein Doppelleben – wie geht das, wie kam das?
II. London 1957: Lauwarmes Ale, eine Rede – und die Folgen
III. Frankfurt 1968, Osnabrück ab 1974: “Join IPSA and See the World”
IV. „Mondsüchtig“ und andere Volltreffer
V. Ausklang
Register / Drucknachweise
Rainer Eisfeld ist mit mittlerweile fünf Büchern, vier davon über Science Fiction, seit zwanzig Jahren „Hausautor“ des Verlags Dieter von Reeken.
1957, im Alter von 16 Jahren, vertrat er den Science Fiction Club Deutschland beim SF-Worldcon in London mit einer aufsehenerregenden Rede. Er brachte die „Science Fiction Times“ nach Deutschland, übersetzte Romane von Asimov, van Vogt, Jack Williamson, Henry Kuttner, war aktiv im Fandom jener Jahre, schrieb darüber später das Standardwerk „Die Zukunft in der Tasche“.
Nach Studium und Promotion wurde er 33-jährig auf die Professur für Politikwissenschaft an der neu gegründeten Universität Osnabrück berufen. Wieder engagierte er sich vielfältig, wurde auf Grund seiner Bücher – „Mondsüchtig“ (1996) über die Verwicklung der Peenemünder V 2-Ingenieure in das Sklavenarbeitsprogramm des NS-Regimes; „Pluralism“ (2006) über demokratische Theorie und Praxis – in das Kuratorium der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora berufen, danach als Vertreter der Forschungsausschüsse in den Vorstand der International Political Science Association gewählt. Stets blieb er dem Vorhaben einer Demokratisierung von Universitäten und Gesellschaft verpflichtet, setzte sich dafür vor Ort wie in zahlreichen Veröffentlichungen ein.
Überdies kehrte er zurück zur Auseinandersetzung mit Science Fiction. Nun entstanden seine kritischen van Vogt-Ausgaben für Wolfgang Jeschkes Bibliothek der Science Fiction-Literatur sowie zahlreiche Aufsätze im „Science Fiction Jahr“, der „SF Times“ und dem „Quarber Merkur“.
Zu seinem 85. Geburtstag zeichnet der hier vorgelegte Band als farbiges, anschauliches Zeitdokument mit einer Vielfalt von Dokumenten und Texten Eisfelds Lebensweg nach.