Als dritter Titel der Oberpfälzer Schatzkammer-Reihe präsentiert sich Velburg als lebende Anrainergemeinde des Truppenübungsplatzes. Im Luftbild konzentriert sich dieser Titelmit ansonsten nicht zugänglichen Luftbildaufnahmen auf den „Velburger“ Teil, der 1951 hautnah an die Stadtgrenzen herangerückt war. In dieser „Serengeti der Oberpfalz“ hatten wenige Tiere der hochgefährdeten Großen Hufeisennase ihr allerletztes Asyl gefunden, nachdem deutschlandweit ihr endgültiges Aussterben bereits besiegelt war. Velburg kann als Juragemeinde außerhalb der Platzgrenzen mehrere ökologische, geologische und kulturelle Perlen als Trümpfe ausspielen: Von der Zeitkapsel der Arche Noah des Übungsplatzes wissen viele, ohne ihn mangels Zutrittsoptionen wirklich zu kennen. Das Hohlloch und die König-Otto-Tropfsteinhöhle sind besser bekannt, ebenfalls die Konzentration spätgotischer und barocker Kirchen im Ortsgebiet. Als ganz besondere Perle wird dem Deusmauer Moor ein eigenes Kapitel gewidmet, dem einzigen verbliebenen Juramoor der Oberpfalz, das botanischen Klimarelikten eine letzte Arche bietet. Als grüne Schatzkammer hat hier der Oberpfälzer Artenschutz seine einzigartige Arche Noah. Insgesamt also ein erneut gelungenes Porträt, das konsequent auf die „Augen der Götter“ setzt, sich in erster Linie auf Landschaften konzentriert, wie sie von der Natur geformt und durch menschliche Nutzung und Kultur gestaltet werden, ohne die erläuternden Hintergrundtexte zu kurz kommen zu lassen. Sehen Sie selbst!