Der Titel der Eckartschrift ist bewusst eine Gegenthese zum allseits bekannten „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Der Autor Martin Hobek bemüht sich bereits in der Einleitung um die Beweisführung: Jeder kenne den Begriff Galgenhumor, - „Aber haben Sie schon einmal etwas von einer ‚Galgenhoffnung‘ gehört?“ Wenngleich sich der Autor zu seiner Vorliebe für schwarzen Humor bekennt, muss sich die Leserschaft nicht fürchten, von düsterem Zynismus erschlagen zu werden. Im Gegenteil: Das Thema wird umfassend, mit vielen amüsanten Aspekten abgehandelt.
Hobek geht eingangs nicht nur darauf ein, wie die Wissenschaft Humor sah und sieht (die noch junge Gelotologie beschäftigt sich mit den positiven Effekten des Lachens für Leib und Seele), sondern liefert auch eine geschichtliche Skizze des Volkshumors im gesamten deutschen Sprachraum. Loriot, Till Eulenspiegel und Karl Farkas auf dem Titelbild sollen das verdeutlichen. Gezeigt wird, dass entgegen aller Klischees Humor auch nördlich des Weißwurst-Äquators zu finden ist und östlich der Oder und Neiße zu finden war.
„Nichts beschreibt so gut wie der Humor“, meint der Autor und nimmt die Leserschaft im Kapitel zur Anekdote auf ein Experiment mit. In mehreren kurzen Abschnitten stellt Hobek sowohl die Sparten als auch die Stilmittel des Humors (z. B. „Gezeichnetes Berlin“) vor, der manchmal auch unfreiwillig sein kann. Gerade da es sich um kein Witzebuch handelt, wird bei den doch vorkommenden auf eine besondere Güte geachtet. Fazit: Ein Werk für laue Sommerabende genauso wie für kurze Straßenbahnfahrten – und ein ideales Geschenk!