Der Afrika- und Kolonialhistoriker sowie Politikwissenschaftler mit thematischen Schwerpunk auf Afrika Ulrich van der Heyden belegt an mannigfachen aktuelleren Beispielen aus Wissenschaft und Publizistik, wie nach der deutschen staatlichen Einheit den DDR-Bürgern eine rassistische bzw. fremdenfeindliche Einstellung unterstellt werden soll. Er entlarvt solche belegfreien Vorwürfe als einen politischen Mythos, um das solidarische Engagement der Mehrheit der DDR-Bevölkerung zu desavouieren. Faktenbasiert entlarvt er die Hintergründe insbesondere für die realitätsfernen Darstellungen des Lebens, Lernens und Arbeitens der Vertragsarbeiter in der DDR-Volkswirtschaft sowie des vielfachen Verschweigens der politischen Hintergründe der Vertragsarbeit. Er stützt sich dabei auf die Auswertung der entsprechenden Literatur und auf individuelle Erfahrungen. Darin integriert er einige seiner persönlichen Auseinandersetzungen mit den Verfassern relevanter Publikationen, wodurch nachgewiesen werden kann, dass auch realistische historische Darstellungen zur Vertragsarbeit existieren, die jedoch in der Fülle der staatlich alimentierten „Forschungen“ es schwer haben, zur Kenntnis genommen zu werden. Es geht ihm um ein wirklichkeitsnahes Bild eines nicht unbedeutenden Kapitels der DDR-Geschichte.