In der frühkindlichen Bildungslandschaft werden KiTas zum einen als „sicherer
Ort“, zum anderen aber auch als „Spiegel der Gesellschaft“ wahrgenommen
– mit all den Chancen und Herausforderungen, die beispielsweise auch
eine zunehmende kulturelle, aber auch individuelle und sozio-ökonomische
Vielfalt mit sich bringen.
Eine Herausforderung ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit (bewussten
oder unbewussten) diskriminierenden Interaktionen und Strukturen
in Bildungsinstitutionen. Das fällt nicht leicht, weil niemand von vornherein
davon ausgehen möchte, dass Kinder oder / und Erwachsene aus dem einen
oder anderen Grund benachteiligt bzw. diskriminiert werden oder sich selbst
diskriminierend verhalten. Und doch spiegelt sich auch an diesen vermeintlich
„sicheren Orten“ der gesellschaftliche Diskurs wider und zeigt sich selbst
dort, wo sich Einrichtungen auf den Weg gemacht haben Inklusion als Konzept
zu leben.
Dieser nifbe-Beitrag zur Professionalisierung möchte sensibilisieren und aufzeigen,
wo und in welcher Form diskriminierende Interaktionen und Strukturen
im pädagogischen Alltag anzutreffen sind, derer man sich manchmal
auch gar nicht bewusst ist. Als Voraussetzung für eine diskriminierungskritische
Arbeit wird dabei ein Fokus auf die Reflexion eigener „Normalitätsvorstellungen“,
„Vorurteile“ sowie „Statusvorteile und -nachteile“ gelegt. Hierfür
werden für das Arbeiten und Reflektieren im Team eine Auswahl an Methoden
bzw. Übungen eingebunden. Darüber hinaus werden die Rolle der KiTa-
Leitungskräfte und der Fachberatung in ihren Schlüsselpositionen beleuchtet
und Impulse für eine Berücksichtigung und Stärkung der Diskriminierungssensibilität
in ihren Handlungsfeldern angeboten.