Kindertageseinrichtungen sind Orte, an denen Kinder die Welt entdecken –
und zugleich erfahren, wie diese Welt mit ihnen umgeht. Sie sind Räume des
Lernens, der Begegnung und des Schutzes. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche
Unsicherheiten, Krisen und Belastungen zunehmen, kommt der
frühen Bildung eine besondere Verantwortung zu: Sie muss Kindern Stabilität,
Zuwendung und Vertrauen bieten. Prävention beginnt dabei nicht erst im
Ernstfall, sondern in den täglich gelebten Beziehungen.
Dieses Konzept versteht (Gewalt-)Prävention in der KiTa als eine Haltung,
nicht als ein einzelnes Programm. Es geht darum, Kinderrechte praktisch
werden zu lassen – Schutz, Förderung und Beteiligung im pädagogischen
Alltag zu verankern. Fachkräfte gestalten sichere und wertschätzende Umgebungen,
in denen Kinder sich als kompetent und selbstwirksam erleben
können. Dieses Konzept ist im Kontext des Fachverbundes WIRkt! (https://lpr.
niedersachsen.de/angebote/netzwerke/fachverbund-wirkt/) entstanden. Dieser
unterstützt Kommunen bei der Entwicklung wirkungs- und bedarfsorientierter
Präventionsstrukturen. Das Konzept verbindet frühkindliche Bildung
mit kommunaler Präventionsarbeit und setzt damit an beiden Enden an: im
Alltag der KiTa und im rahmenden System.
Mit dem vorliegenden Konzept möchten wir Einrichtungen, Träger und Fachkräfte
darin bestärken, Prävention als Querschnittsaufgabe frühkindlicher
Bildung zu verstehen. Es bietet Orientierung und Anregung, wie Gesundheit,
Wohlbefinden und Kinderrechte systematisch miteinander verbunden werden
können. Denn dort, wo Kinder sich sicher, gehört und gesehen fühlen,
wachsen sie nicht nur geschützt auf – sie können über sich hinauswachsen.
Wir wünschen Ihnen inspirierende Impulse für eine Praxis, in der Prävention,
Bildung und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen.